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Das Absinth-Ritual

Für das Absinth-Ritual braucht man ein besonderes Accessoire, den Absinthlöffel, der aussieht wie eine Art perforierter Tortenheber. Und so funktioniert's:

(1) Der Absinthlöffel wird auf ein Glas gelegt, und auf den Absinthlöffel kommen ein oder zwei Stück Würfelzucker.
(2) Dann gießt man den Absinth langsam über den Zucker ins Glas, so daß sich der Zucker mit Absinth vollsaugt.
(3) Nun entzündet man den absinthgetränkten Zucker mit einem Streichholz oder mit einem Feuerzeug. Der Zucker beginnt zu karamellisieren und tropft in den Absinth. Sobald der Zucker nicht mehr brennt, klopft man den Zuckerrest vom Absinthlöffel in das Absinthglas und rührt kräftig um. Dann kann’s losgehen – am besten in einem Zug...

Die böhmische Variante

Wenn man keinen Absintlöffel zur Hand hat, kann man sich an die böhmische Variante des Absinth-Rituals halten. Hier wird zunächst Absinth in ein Glas gegeben. Dann taucht man einen mit Kristallzucker gefüllten Teelöffel hinein, so daß sich der Zucker vollsaugt. Nun entzündet man den alkoholgetränkten Zucker und läßt die karamelisierende Masse in den Absinth tröpfeln, verrührt ihn und gießt Wasser hinzu. (Natürlich geht's auch ohne Wasser.)

Die französische Variante

Für Pyrophobe und Effektverächter eignet sich die französische Variante des Absinth-Rituals. Dazu braucht man mal wieder den Absinthlöffel und Würfelzucker. Der Absinthlöffel wird auf's Glas gelegt, auf den Absinthlöffel kommt ein Stück Würfelzucker. Dann läßt man aus einer Karaffe kühles Wasser durch den Zucker in den Absinth träufeln, so langsam, daß sich das Zuckerstück auflöst und in den Absinth rinnt.

 

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