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Kurz vor der Jahrhundertwende handelte Henri Dubied den Henriod-Schwestern das Geheimrezept ab und errichtete wenig später mit seinem Schwiegersohn Henri-Louis Pernod die erste Absinthdestillerie.
Pernod begann 1805 mit seiner eigenen Produktion im französischen Pontarlier. Während der nächsten 40 Jahre fand Absinth in Frankreich allerdings kein überragendes Interesse, so daß die Fabrik in dieser Zeit gerade einmal 400 Liter am Tag verließen.
Zum großen Durchbruch verhalf dem Absinth der Krieg, den Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts in Algerien führte. Ob nur zur Bekämpfung von Mikroben oder gar zur Steigerung der Kampfmoral, die Truppen erhielten Absinthrationen, und als sie dann nach Frankreich zurückkehrten, machten sie Absinth dort schnell populär.
Pernod konnte die Produktion auf 20.000 Liter am Tag steigern und dann bis Ende des Jahrhunderts noch einmal verfünffachen. In Pontarlier gab es zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 20 Destillerien, und Absinth hatte mit amerikanischen Metropolen wie New York, Chicago, San Francisco und New Orleans, mit Buenos Aires, Madagaskar, Indochina und Tahiti fast alle Teile der Welt erreicht.






